Die Würfel sind gefallen: Nach der Auszählung aller 19 Stimmbezirke am späten Sonntagabend liegt das Ergebnis der sogenannten Trendwahl für Bad Sooden-Allendorf vor. Sowohl bei der Wahl zum Stadtparlament als auch bei der Kreiswahl kann sich die CDU deutlich an die Spitze setzen.
Wer am Wahlabend die aktuellen Hochrechnungen verfolgte, blickte zunächst auf die „Trendwahl“. Da das hessische Kommunalwahlrecht mit dem Verteilen von Stimmen auf einzelne Köpfe (Kumulieren und Panaschieren) sehr komplex ist, dauert die endgültige Auszählung meist mehrere Tage. Für den schnellen „Trend“ am Wahlabend werden daher zuerst nur die Stimmzettel berücksichtigt, bei denen die Wähler ein schlichtes Listenkreuz bei einer Partei gemacht haben. Auch wenn sich das Endergebnis durch die Personenstimmen noch leicht verschieben kann, liefert dieser Trend bereits ein sehr verlässliches Stimmungsbild.
Stadtverordnetenversammlung: CDU mit deutlichem Vorsprung
In der Badestadt zeichnet sich bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung ein klarer Sieg für die CDU ab. Mit 37,69 % der Stimmen sind die Christdemokraten stärkste Kraft.
Die weiteren Ergebnisse im Überblick:
SPD: 22,57 %
FWG-BSA: 17,63 %
GRÜNE: 12,54 %
Die Linke: 9,57 %
Während die SPD als zweitstärkste Kraft folgt, konnte sich die Freie Wählergemeinschaft (FWG-BSA) mit über 17 % als dritte Kraft im Stadtparlament positionieren.
Kreiswahl: So stimmte Bad Sooden-Allendorf für den Kreistag
Neben dem Stadtparlament wurde auch über die Zusammensetzung des Kreistags im Werra-Meißner-Kreis entschieden. Die Kreiswahl regelt Themen, die über die Stadtgrenzen hinausgehen, wie etwa das Krankenhauswesen oder die Abfallentsorgung.
Betrachtet man nur die abgegebenen Stimmen aus dem Stadtgebiet Bad Sooden-Allendorf, ergibt sich folgendes Bild für den Kreis:
Auch hier liegt die CDU mit 31,47 % vorne. Die SPD erreicht 20,85 %. Auffällig ist hier das Abschneiden der AfD, die bei der Kreiswahl im Stadtgebiet auf 17,98 % kommt, gefolgt von den GRÜNEN mit 12,45 %. Weitere 17,25 % der Stimmen entfallen auf Sonstige Gruppierungen.
Wie geht es weiter?
Die vorliegenden Zahlen (Stand 15.03.2026, 21:31 Uhr) repräsentieren alle 19 Wahlbezirke der Trendwahl. In den kommenden Tagen folgt nun die detaillierte Auszählung der restlichen Stimmzettel, bei denen Wähler ihre Stimmen gezielt an einzelne Kandidaten vergeben haben. Erst danach steht das amtliche Endergebnis fest, das über die endgültige Sitzverteilung im Rathaus und im Kreistag entscheidet.