Kassel/Melsungen, Die Volksbank Kassel Göttingen und die VR PartnerBank Chattengau-Schwalm-Eder wollen gemeinsam in die Zukunft gehen. Mit der beabsichtigten Fusion entstünde eine starke Genossenschaftsbank mit tiefer regionaler Verwurzelung und hoher Leistungsfähigkeit für Mitglieder, Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitenden.
Einstimmiger Beschluss
Die Aufsichtsräte und Vorstände beider Häuser haben sich nach intensiven und vertrauensvollen Gesprächen einstimmig für eine Fusion beider Häuser ausgesprochen. Mit der Verschmelzung der beiden Institute entstehe eine leistungsstarke Genossenschaftsbank mit starker regionaler Identität und erweiterten Möglichkeiten für ihre Mitglieder, Kundinnen und Kunden.
Gut für die Region
Wolfgang Osse, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Kassel Göttingen: „Beide Genossenschaftsbanken sind wirtschaftlich erfolgreich. Der ideale Zeitpunkt, um aus dieser Stärke heraus die richtigen strategischen Weichenstellungen für die Zukunft zu stellen. Die Gespräche waren von gegenseitigem Vertrauen, Wertschätzung und dem gemeinsamen Blick nach vorn geprägt. Uns verbindet das gleiche Verständnis von genossenschaftlicher Verantwortung und regionaler Verbundenheit. Wir verfolgen die gleichen Ziele, handeln vorausschauend und sind von den Vorteilen der Fusion zum Wohle unserer Mitglieder, Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitenden überzeugt. Sie ist daher von strategischer Weitsicht geprägt, sorgt für zusätzliche Stabilität und Innovationskraft und ist gut für die Region. Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam mehr erreichen können – ohne dabei unsere regionale Identität zu verlieren.“
Dazu Vorstandsmitglied Kai Mardorf von der VR PartnerBank Chattengau-Schwalm-Eder: „Die Herausforderungen im Bankensektor sind enorm. Gemeinsam können wir wichtige Wachstumsperspektiven für die Zukunft erschließen und regulatorischen, technologischen und marktseitigen Anforderungen begegnen. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden an moderne Finanzdienstleistungen und persönliche Beratung. Gemeinsam verfügen wir über mehr Finanzierungskraft für unsere Privat- und Firmenkunden, stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit und bieten attraktive Perspektiven für unsere Mitarbeitenden. Eine starke Genossenschaftsbank ist ein Gewinn für die gesamte Region.“
Vertreterinnen und Vertreter werden entscheiden
Die beabsichtigte Fusion bedarf der Zustimmung der Vertreterversammlungen beider Genossenschaften sowie der Genehmigung der Bankenaufsicht. Im Rahmen von außerordentlichen Vertreterversammlungen im November 2026 wird über die Fusion abgestimmt. wichtig jede einzelne Mitarbeiterin und jeder einzelne Mitarbeiter für unsere gemeinsame Zukunft ist. Gerade als Genossenschaft ist es uns wichtig, dass die Teams beider Banken auch menschlich zusammenwachsen, geprägt von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung.“
Im Vorfeld planen beide Institute, im Spätsommer ihre Vertreterinnen und Vertreter umfassend über das Vorhaben zu informieren und für die Fusion zu werben. Diese soll dann nach Erstellung der Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2026 rückwirkend zum 1. Januar 2027 erfolgen.
Arbeitgeberattraktivität und Kundennähe stehen im Fokus
Für beide Banken steht fest: Die regionale Nähe bleibt erhalten. Dazu Kerstin Orth, Vorstandsmitglied bei der Volksbank Kassel Göttingen: „Es wird keine fusionsbedingten Filialschließungen oder Entlassungen geben. Im Gegenteil, die starke regionale Verankerung ist unverzichtbarer Bestandteil unseres genossenschaftlichen Geschäftsmodells und wichtig für Kundennähe und persönliche Beratung. Eine gemeinsame Bank eröffnet zusätzliche Entwicklungs- und Karriereperspektiven für die Mitarbeitenden, stärkt die Arbeitgeberattraktivität und schafft die Grundlage für moderne Arbeitswelten. Gleichzeitig wissen wir, wie
Mehr Leistungsfähigkeit, breiteres Angebot und persönliche Beratung vor Ort
„Wir verbinden die Stärken zweier gesunder und leistungsfähiger Banken. Beide Häuser sind grundsolide und gut aufgestellt. Für unsere Privat- und Firmenkunden bedeutet das ein breiteres Angebot, noch mehr Kompetenz und eine erstklassige Beratung, die begeistert“, so Anja Kukuck-Peppler, Mitglied im Vorstandsteam der VR PartnerBank Chattengau-Schwalm-Eder.
Zentrale in Kassel, Hauptsitze in Göttingen und Melsungen
Die neue Bank soll den Namen Volksbank Kassel Göttingen Schwalm-Eder tragen, eine Bilanzsumme von rund 5,2 Milliarden Euro aufweisen und ca. 690 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Der rechtliche Sitz der neuen Bank soll Kassel werden, die Hauptstellen Göttingen und Melsungen bleiben bestehen. Getragen werde das neue Institut von ihren dann rund 150.000 Kunden, von denen 80.600 Mitglieder der Bank sind.
Kontinuität im Vorstandsteam
Die bisherigen Vorstände der Volksbank Kassel Göttingen mit Wolfgang Osse als Vorstandsvorsitzenden, Hans-Christian Reuß, Kerstin Orth und Thorsten Schartel sollen ebenso im Vorstandsteam verbleiben wie Anja Kukuck-Peppler, Stefan Kördel und Kai Mardorf von der VR PartnerBank Chattengau-Schwalm-Eder. Volker Stern, bisher Vorstandsmitglied der Volksbank Kassel Göttingen, wechselt zum 31. Juli 2026 in den Ruhestand. Geplant ist, dass Wolfgang Osse das Vorstandsteam führt.
Geschäftsgebiet über drei Bundesländer
Das zukünftige Geschäftsgebiet umfasst 42 Standorte und erstreckt sich über 120 Kilometer - von Northeim im Norden bis Frielendorf im Süden - und ca. 150 Kilometer - vom Waldecker Land im Westen bis ins thüringische Heilbad Heiligenstadt im Osten.
Starkes gesellschaftliches Engagement
Das gesellschaftliche Engagement in der Region ist zentraler Bestandteil des genossenschaftlichen Selbstverständnisses beider Banken. Dies soll auch so bleiben. Gemeinsam kommt das fusionierte Institut auf jährlich rund 800.000 Euro, die für gemeinnützige Vereine, soziale Einrichtungen und kulturelle Projekte bereitgestellt werden.