Göttingen. Wie funktioniert eigentlich ein Wasserwerfer? Und wie sieht ein Polizeihubschrauber von innen aus? Fragen wie diese beschäftigten am Sonntag vor allem die zahlreichen Kinder, die gemeinsam mit ihren Familien zum Tag der offenen Tür der Polizei Göttingen gekommen waren. Mehrere tausend Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, auf dem Gelände der Polizeiinspektion an der Otto-Hahn-Straße in Weende einen Blick hinter die Kulissen der Polizeiarbeit zu werfen.

Schon kurz nach Beginn der Veranstaltung füllte sich das Gelände. Überall gab es etwas zu entdecken, auszuprobieren oder aus nächster Nähe zu betrachten. Besonders gefragt waren dabei natürlich die großen Einsatzfahrzeuge. Der Wasserwerfer zog viele neugierige Blicke auf sich, ebenso der Polizeihubschrauber, der für viele Kinder zu den absoluten Höhepunkten des Tages gehörte. Auch die Göttinger Feuerwehr war vertreten und gewährte Einblicke in ihre Technik. Im offiziellen Lageplan waren dafür unter anderem die Stationen „Feuerwehren Göttingen – Technik erleben“ sowie „Hubschrauber und Wasserwerfer“ ausgewiesen.
Großen Andrang gab es ebenfalls bei der Diensthundestaffel. Die vierbeinigen Kollegen der Polizei zeigten eindrucksvoll, was sie im Einsatz leisten können. Für viele Kinder war es faszinierend zu sehen, wie eng Hund und Hundeführer zusammenarbeiten und mit welcher Konzentration die Tiere ihre Aufgaben erledigen. „Diensthunde: Einsatz auf vier Pfoten“ gehörte entsprechend zu den zahlreichen Mitmach- und Vorführstationen auf dem Gelände.
Mindestens genauso bunt ging es bei einem echten Polizeiauto zu, das an diesem Tag ausdrücklich nicht sauber bleiben sollte. Beim „Mach-mich-bunt-Polizeiauto“ konnten sich kleine Künstlerinnen und Künstler austoben und den Streifenwagen nach Herzenslust bemalen. Das ungewöhnliche Angebot entwickelte sich schnell zu einem der beliebtesten Fotomotive des Tages. Direkt daneben konnten weitere Polizeifahrzeuge bestaunt werden.
Auch die Polizeimotorräder sorgten für Begeisterung. Besonders die jüngeren Besucherinnen und Besucher konnten beim Kinderkrad selbst erleben, wie es sich auf zwei Rädern anfühlt. Aufsteigen, ausprobieren und dabei ein wenig Polizeiluft schnuppern – für viele war das ein ganz besonderer Moment. Im Lageplan wurde die Station passend mit „Kinderkrad: Aufsteigen und los“ angekündigt.
Wer nach all den Fahrzeugen und technischen Eindrücken eine Pause brauchte, fand ebenfalls reichlich Unterhaltung. Die Präventionspuppenbühne begeisterte mit dem Stück „Pepe geht zur Schule“, während eine ganz besondere Hüpfburg kaum zu übersehen war: Hier konnten die Kinder im Wasserwerfer-Design toben. Auch diese beiden Angebote gehörten zu den fest eingeplanten Programmpunkten des Tages.
Doch die Veranstaltung bot weit mehr als Blaulicht, Fahrzeuge und Vorführungen. Besucherinnen und Besucher konnten sich über Prävention informieren, Tatortarbeit kennenlernen oder erfahren, wie Fingerabdrücke gesichert werden. Auch Themen wie Opferhilfe, Polizeiseelsorge, Notfallmedizin, Verkehrssicherheit und die Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes waren vertreten. Organisationen wie THW, Johanniter, Malteser, Verkehrswacht, Landkreis und Hospize ergänzten das umfangreiche Angebot und machten deutlich, wie eng Polizei und andere Hilfsorganisationen im Alltag zusammenarbeiten.
Unter die Gäste mischte sich auch Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt. Sie ließ es sich nicht nehmen, selbst einmal mit einem Polizeifahrrad über das Veranstaltungsgelände zu fahren und damit für einige überraschte und amüsierte Blicke zu sorgen.
Für die Polizei Göttingen wurde der Tag der offenen Tür damit zu einer großen Familienveranstaltung, bei der Information und Unterhaltung gleichermaßen im Mittelpunkt standen. Während Erwachsene die Gelegenheit nutzten, mit Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen und sich über deren Arbeit zu informieren, konnten Kinder Polizeiarbeit spielerisch entdecken.