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Prominente diskutierten mit Marcel Riethig über Sport im Landkreis Göttingen

Der prominente Fussballtrainer Mirko Slomka zu Gast auf der Bühne mit Landrat Marcel Riethig. Fotos Bernard Marks
Der prominente Fussballtrainer Mirko Slomka zu Gast auf der Bühne mit Landrat Marcel Riethig. Fotos Bernard Marks

Dransfeld. Wie kann Deutschland sportlich wieder an frühere Erfolge anknüpfen – und welche Rolle spielen dabei Vereine, Ehrenamt und Nachwuchsarbeit? Darüber diskutierten zahlreiche Besucherinnen und Besucher bei der Veranstaltung der BLG Landkreis Göttingen in der Stadthalle Dransfeld. 

Als Gastgeber und Moderator führte der Göttinger Landrat Marcel Riethig durch den Abend. Der ehemalige Präsident der Universität Göttingen, Prof. Metin Tolan sorgte mit einem Vortrag zu seinem Fußball-Buch für einen ebenso wissenschaftlichen wie unterhaltsamen Einstieg. Mit Mathematik, Physik und Statistik zeigte er, wie sich Fußball analysieren lässt – und warum ein Weltmeistertitel trotz aller Berechnungen nie vollständig planbar ist.

Mit dem prominente Fussballtrainer Mirko Slomka, dem Bürgermeister von Bad Sachsa, Daniel Quade und Lea Kristin Wiemers vom ASC Göttingen wurde auf dem Podium anschließend der Bogen vom Profifußball zur Situation vor Ort geschlagen. Im Mittelpunkt standen engagierte Trainerinnen und Trainer, funktionierende Vereinsstrukturen, gute Nachwuchsarbeit und vor allem die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen. Hierzu gab Thorsten Bähnisch vom RSV Geismar Auskunft, der bundesweit für Aufsehen im Bereich Schiedsrichterausbildung bekannt wurde.  

Besonders lebendig wurde der Abend in der anschließenden Diskussion. Die rege Teilnehmerschaft nutzte die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen, Erfahrungen aus Vereinen einzubringen und eigene Anregungen zu formulieren. Dabei entwickelte sich ein offener Austausch zwischen Podium und Publikum, der deutlich machte, wie groß das Interesse an der Zukunft des Sports im Landkreis ist.

Im Fokus standen vor allem die Bedeutung der Sportvereine für Kinder und Jugendliche, mehr Bewegung im Alltag sowie die Frage, wie Ehrenamtliche besser unterstützt und entlastet werden können. Viele Beiträge machten deutlich, dass Vereine weit mehr leisten als reinen Trainings- und Wettkampfbetrieb: Sie schaffen Gemeinschaft, vermitteln Teamgeist und Verantwortung und bieten jungen Menschen wichtige Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung.

Auch die Rolle des Landkreises Göttingen wurde diskutiert. Gute Sportstätten, verlässliche Förderung, eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen und möglichst unbürokratische Unterstützung seien wichtige Voraussetzungen dafür, dass das große ehrenamtliche Engagement vor Ort erhalten und weiterentwickelt werden könne.

Die augenzwinkernde Frage, wie Deutschland wieder Weltmeister werden kann, führte damit zu einer grundsätzlichen Erkenntnis: Sportlicher Erfolg beginnt an der Basis – in starken Vereinen, bei engagierten Ehrenamtlichen und bei Kindern, die früh Freude an Bewegung und Gemeinschaft entwickeln.