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Osterode: Wollwarenquartier im Wandel

Industrieromantik pur: Ein Blick auf das Wollwarenquartier in Osterode. Fotos: Stadt Osterode
Industrieromantik pur: Ein Blick auf das Wollwarenquartier in Osterode. Fotos: Stadt Osterode

Die Stadt Osterode am Harz treibt die Entwicklung des „Wollwarenquartiers“ rund um die ehemalige „Brehme-Villa“ in der Ortschaft Freiheit weiter voran. Nachdem der Rat nach komplexen und langwierigen Vorarbeiten im Dezember 2024 den Erwerb des Gewerbekomplexes beschlossen hatte, beginnen nun die nächsten Umsetzungsschritte im festgelegten Sanierungsgebiet. Im Zuge der Vorbereitung des ursprünglich geplanten Abrisses der „Brehme-Villa“ wurde auch die bauliche Substanz aller weiteren Gebäude auf dem Grundstück umfassend geprüft. Dabei zeigte sich, dass sich – mit Ausnahme eines ehemaligen Büro- und Produktionsgebäudes, dem sogenannten Laborgebäude – alle Bestandsgebäude in einem erheblich schlechten Zustand befinden. Eine Sanierung ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht vertretbar, sodass der Rückbau entsprechend ausgeweitet wird. Die erforderlichen Fachgutachten, unter anderem zu Artenschutz und möglicher Kampfmittelbelastung, wurden im Vorfeld eingeholt.


Auf dem Gelände werden folglich die bereits eingestürzte „Brehme-Villa“ sowie die seit Jahrzehnten leerstehenden und stark sanierungsbedürftigen Fabrikgebäude abgerissen. Ziel ist es, bestehende städtebauliche Missstände zu beseitigen und das Areal perspektivisch zu einem neuen Quartier zu entwickeln. Nur das Laborgebäude wurde entsprechend gesichert, bleibt erhalten und wird in die künftige Quartiersentwicklung integriert.

Die Abbrucharbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Juni abgeschlossen sein. Während der Arbeitenwird der entlang des Grundstücks verlaufende Lerbach fachgerecht gesichert und abgedeckt. Zur Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner erfolgt der Baustellenverkehr nicht durch die Ortschaft,sondern über die B241.Bürgermeister Jens Augat betont: „Mit dem Abbruch der Gebäude beseitigen wir einen jahrzehntelangen Missstand und schaffen Raum für neue Nutzungen – ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt und vor allem der Ortschaft Freiheit.“