Der Stadtjugendring Münden e.V. veranstaltet am Samstag, 15. August, zum dritten Mal den Christopher Street Day (CSD) in Hann. Münden. Die Veranstaltung wird im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ im Landkreis Göttingen gefördert.
Demonstration startet am Bahnhof
Der CSD startet um 14 Uhr am Bahnhof Hann. Münden mit einer Demonstration durch die Innenstadt. Ziel ist die Bühne in den Wallanlagen (Bolzplatz/Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße). Dort findet ab 15 Uhr die offizielle Begrüßung der Teilnehmenden sowie Kundgebungen statt. Gegen 16:15 Uhr wird der musikalische Beitrag von Iris Nebula erwartet. Ab 17 Uhr beginnt die Aftershow im Geschwister-Scholl-Haus.
Ereignisse in Berlin erschüttern Stadtjugendring
Die jüngsten schrecklichen Ereignisse beim Christopher Street Day in Berlin haben auch den Stadtjugendring tief erschüttert. „Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, ihren Angehörigen und der gesamten queeren Community“, erklärt der Stadtjugendring. Der Angriff richte sich gegen Menschen, die seit Jahrzehnten für gleiche Rechte, Akzeptanz und ein Leben ohne Diskriminierung eintreten.
Gerade vor diesem Hintergrund steht für den Stadtjugendring fest: Der CSD in Hann. Münden findet statt. Hass und Gewalt dürften nicht darüber entscheiden, ob queere Menschen sichtbar sein können oder ob sie sich selbstverständlich im öffentlichen Raum bewegen und diesen mitgestalten können.
Sichtbarkeit als Voraussetzung für Teilhabe
Der Christopher Street Day sei dabei weit mehr als eine einzelne Veranstaltung. Er stehe für Begegnung, Solidarität und politische Sichtbarkeit. Queeres Leben gehöre selbstverständlich in die Mitte einer vielfältigen, toleranten und demokratischen Gesellschaft. Sichtbarkeit sei eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, Akzeptanz und Gleichberechtigung.
„Gerade nach den Ereignissen in Berlin braucht die queere Community nicht nur Anteilnahme, sondern konkrete Solidarität, Schutz und Rückhalt“, betont der Stadtjugendring. Diese Verantwortung liege bei der gesamten Gesellschaft – und insbesondere auch bei Politik, staatlichen Institutionen, Vereinen und Verbänden.
Verlässliche Unterstützung für queere Strukturen
Aus Sicht des Stadtjugendrings darf sich Solidarität nicht auf Betroffenheitsbekundungen beschränken. Queere Projekte, Jugendverbände, Beratungsstellen und Initiativen der Demokratieförderung leisteten einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und benötigten dafür verlässliche Rahmenbedingungen und eine langfristige finanzielle Unterstützung. „Die Förderung dieser Strukturen ist eine Investition in Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Schutz von Menschenrechten“, so der Stadtjugendring.
Ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Demokratie
Mit dem CSD am 15. August möchte der Stadtjugendring ab 14 Uhr gemeinsam mit den Menschen in Hann. Münden ein deutliches Zeichen setzen: für die queere Community, für Solidarität und Sichtbarkeit sowie für eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei, gleichberechtigt und ohne Angst leben können.
Der Stadtjugendring lädt alle Menschen dazu ein, den CSD zu besuchen und gemeinsam für Vielfalt, Akzeptanz und Demokratie einzustehen.
Autor/in: Pressestelle der Stadt Hann. Münden