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Zahnprophylaxe als Erfolgsmodell für Prävention im Werra-Meißner-Kreis

Masterplan Gesundheit – mit großem Engagement für Aufklärung, fachlichen Austausch und eine nachhaltige Verbesserung der Versorgungssituation. Foto: Kreisausschuss
Masterplan Gesundheit – mit großem Engagement für Aufklärung, fachlichen Austausch und eine nachhaltige Verbesserung der Versorgungssituation. Foto: Kreisausschuss

Bei einer Fachveranstaltung in Eschwege wurden Ergebnisse zur Zahnprophylaxe im Werra-Meißner-Kreis vorgestellt und Impulse für den Masterplan Gesundheit gesammelt.

Im Rahmen der Erarbeitung des Masterplans Gesundheit für den Werra-Meißner-Kreis fand am 27. Mai 2026 eine Fachveranstaltung zum Thema Zahngesundheit statt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus dem Gesundheitswesen, den Bildungseinrichtungen sowie weitere interessierte Fachkräfte nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch im Sitzungssaal des Verwaltungszentrums in Eschwege.

Der Erste Kreisbeigeordnete Friedel Lenze begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung präventiver Maßnahmen für die langfristige Gesundheitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die Zahnprophylaxe sei dabei ein Beispiel für erfolgreiche und nachhaltige Gesundheitsförderung.

Im ersten Fachvortrag stellten Frau Akin-Knauf und Frau Hesse aktuelle Daten aus den schulärztlichen Untersuchungen vor. Zudem erläuterten sie das etablierte Nachverfolgungssystem, mit dem gesundheitliche Auffälligkeiten bei Kindern dokumentiert und deren weitere Entwicklung begleitet werden können. Die vorgestellten Ergebnisse verdeutlichten die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung von Unterstützungsbedarfen.

Anschließend präsentierte Frau Kohlstedt die Ergebnisse von nahezu 30 Jahren Zahnprophylaxe in den Kindertagesstätten des Werra-Meißner-Kreises. Die Auswertungen zeigten eindrucksvoll die positiven Entwicklungen der Mundgesundheit bei Kindern. Darüber hinaus wurden besondere Auffälligkeiten sowie das erfolgreiche „5-Sterne-Programm“ vorgestellt, das seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung in den Einrichtungen leistet.

Frau Dr. Flechsig, Ansprechpartnerin des Arbeitskreises Zahnprophylaxe, gab einen Einblick in die gewachsenen Strukturen und die enge Zusammenarbeit der beteiligten Akteure. Sie hob hervor, dass die kontinuierliche Kooperation zwischen Gesundheitsamt, Kindertagesstätten, Schulen, Zahnärzteschaft und weiteren Partnern maßgeblich zum Erfolg der Präventionsarbeit beigetragen habe.

Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion standen mögliche Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung im Werra-Meißner-Kreis. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Zahnprophylaxe inzwischen fest und erfolgreich in Kitas und Grundschulen verankert ist. Gleichzeitig wurde erörtert, in welchen Bereichen Anpassungen oder Ergänzungen sinnvoll sein könnten.

Besonderes Interesse galt der Frage, wie die erfolgreichen Ansätze der Zahnprophylaxe auf weitere gesundheitsrelevante Themen übertragen werden können. Genannt wurden insbesondere die Bereiche Ernährung, Bewegung sowie die frühzeitige Wahrnehmung psychischer Auffälligkeiten. Darüber hinaus wurde diskutiert, wie bewährte Präventionskonzepte künftig verstärkt auch für ältere Kinder und Jugendliche in der Sekundarstufe I nutzbar gemacht werden können.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Zahnprophylaxe im Werra-Meißner-Kreis nicht nur eine Erfolgsgeschichte der Prävention darstellt, sondern zugleich wichtige Impulse für die zukünftige Ausgestaltung des Masterplans Gesundheit liefert. Die gewonnenen Erkenntnisse und Anregungen werden in den weiteren Planungsprozess einfließen.