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151 Millionen Euro für das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende

Übergabe des Förderbescheids: Vorsitzende des Trägervereins, Frank Wiegelmann, Jörg Schnitzerling, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi, EKW-Geschäftsführer Hauke Heißmeyer. Insgesamt 151 Millionen Euro fließen in die Zusammenlegung mit dem Krankenhaus Neu-Mariahilf. Rampfel/EKW Skizze: Astoc Architects
Übergabe des Förderbescheids: Vorsitzende des Trägervereins, Frank Wiegelmann, Jörg Schnitzerling, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi, EKW-Geschäftsführer Hauke Heißmeyer. Insgesamt 151 Millionen Euro fließen in die Zusammenlegung mit dem Krankenhaus Neu-Mariahilf. Rampfel/EKW Skizze: Astoc Architects

Göttingen: Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hat am 13. August einen Förderbescheid aus dem Krankenhaustransformationsfonds an das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW) überreicht. Insgesamt 151 Millionen Euro fließen in die Zusammenlegung mit dem Krankenhaus Neu-Mariahilf. Davon stammen knapp 96 Millionen Euro aus Bundesmitteln, etwa 55 Millionen Euro werden vom Land kofinanziert. Durch die Einhäusigkeit sollen Versorgungsangebote gebündelt und kosten- und personalintensive Doppelstrukturen aufgelöst werden. So soll auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses bis zum Jahr 2031 ein rund 33.000 Quadratmeter großer Neubau entstehen, der u.a. die Zentrale Notaufnahme, die Radiologie, OP-Säle sowie die Intensivstation beherbergen wird. Der Baubeginn ist für Ende 2026 geplant. Bei seinem Besuch ließ sich Philippi von EKW-Geschäftsführer Hauke Heißmeyer über den aktuellen Stand informieren. Heißmeyer bedankte sich in diesem Zusammenhang für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen, der Stadt Göttingen, den Kostenträgern und dem Planungsausschuss sowie beim Niedersächsischen Landesamt für Bauen und Liegenschaften (NLBL) für die engagierte Unterstützung und die hervorragende Begleitung des gesamten Planungsprozesses, der bereits 2023 ins Leben gerufen wurde.


„Es freut mich sehr, dass die Zusammenlegung beider Standorte nun in die entscheidende Phase geht“, erklärt Gesundheitsminister Philippi. „Die Mittel aus dem Transformationsfonds leisten dabei einen wichtigen Beitrag, um das stationäre Leistungsangebot nachhaltig auf sichere Beine zu stellen. Auf diese Weise wird nicht nur die Qualität der Angebote gestärkt, sondern es wird das ganz klare Zeichen gesetzt, dass sich die Menschen vor Ort weiterhin auf eine wohnortnahe Versorgung verlassen können. Denn am Standort Weende wird bereits jetzt umgesetzt, was die Krankenhausreform mit Blick auf die Zukunft vorsieht: Eine bedarfsgerechte Neustrukturierung im Sinne der Patientinnen und Patienten.“

„Mit der Förderung schaffen das Land Niedersachsen und das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende gemeinsam die Voraussetzungen für eine moderne, verlässliche und zukunftsfähige Patientenversorgung“, betont EKW-Geschäftsführer Heißmeyer. „Zugleich ist er für uns Auftrag und Verpflichtung, die Baumaßnahme verantwortungsvoll und mit klarem Blick auf die Bedürfnisse der Menschen in unserer Region umzusetzen. Besonders hervorheben möchte ich auch den großen Einsatz aller Nutzerinnen und Nutzer aus den medizinischen, pflegerischen und administrativen Bereichen unseres Krankenhauses sowie die Arbeit der beteiligten Architektinnen und Architekten, Fachplanerinnen und Fachplaner.

Sie alle haben ihre Erfahrung und ihre unterschiedlichen Perspektiven in die Planung eingebracht.“ Jörg Schnitzerling, Vorsitzender des Aufsichtsrates, ergänzt: „Mit den baulichen Maßnahmen am EKW sichern wir unseren Versorgungsauftrag auch in den kommenden Jahrzehnten zuverlässig und auf hohem Niveau. Wir bleiben mit unserer Entwicklung nah bei den Menschen hier in Südniedersachsen. Mit dem Neubau stärken wir unsere medizinischen Angebote, schaffen hervorragende Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden und verbessern zugleich die Aufenthalts- und Unterbringungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten. Wir investieren nachhaltig in die Zukunft unseres Krankenhauses und damit in die stationäre und ambulante Gesundheitsversorgung der gesamten Region.“

„Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende hat sich in den vergangenen Jahrzehnten unter sehr volatilen und herausfordernden Rahmenbedingungen kontinuierlich und nachhaltig weiterentwickelt“, so der Vorsitzende des Trägervereins, Frank Wiegelmann. „Dabei konnten wir neben dem hohen Engagement der Mitarbeitenden stets auf die verlässliche Unterstützung des Landes Niedersachsen bauen. Nach der Zusammenführung mit dem Standort Lenglern schaffen wir damit die Voraussetzungen, künftig auch den Standort Neu-Mariahilf mit seinen Mitarbeitenden am Standort Weende effizient zu integrieren. Damit führen wir zusammen, was über viele Jahre gewachsen ist, und schaffen am Zukunftsstandort Weende eine starke gemeinsame Basis für die kommenden Jahrzehnte.“

Hintergrund:

Im Zuge der Krankenhausreform wurde auch das Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) überarbeitet. § 12b KHG sieht die Einrichtung eines Transformationsfonds beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) vor, über den die Umsetzung von Anpassungs- und Modernisierungsmaßnahmen in Krankenhäusern unterstützt werden soll. Die in § 12b KHG festgelegten Voraussetzungen sowie die näheren Bestimmungen zur Förderung werden in der Krankenhaustransformationsfonds-Verordnung (KHTFV) geregelt, die am 18. April 2025 in Kraft getreten ist, zuletzt in der Fassung vom 09.04.2026. Die Bundesmittel aus dem Transformationsfonds werden ausschließlich über die Länder beantragt. Die Länder koordinieren und priorisieren die Vorhaben in ihrem Zuständigkeitsbereich und reichen die Anträge beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) ein. In Niedersachsen müssen die Plankrankenhäuser gemäß § 108 Ziffer 2 SGB V hierfür beim Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung einen sogenannten Förderantrag stellen.